Herzlich willkommen in der Evangelischen     Martinskirchengemeinde Bad Hersfeld!

Unsere Kirchengemeinde ist eine von 697 Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche

von Kurhessen-Waldeck. Über uns finden Sie auf den nächsten Seiten viele nützliche Informationen und Hinweise. Klicken Sie sich durch unsere Gemeinde und entdecken

Sie, was "Kirche" heutzutage jungen und älteren Menschen zu bieten hat.

Glockengeläut der Martinskirche
Quelle Roman Rückner.mp4
MP3-Audiodatei [11.1 MB]
50 Jahre Martinskirche
Ein Film von Bernd Voelker und Richard Eismann (pictura Film- und Medienproduktion) in Zusammenarbeit mit Udo Diegel, Daniela Schönberg und Susanne Peters über die Geschichte der Martinskirche.
Martinskirche-1200.mp4
MP3-Audiodatei [93.5 MB]

16 Himmel": Sechzehn Tafeln zum Erinnern von Sabine Kampmann

„Ein Kunstwerk, das man nicht anschaut, ist blind“, sagte die Künstlerin Sabine Kampmann während ihrer Vernissage am Sonntagnachmittag in der Martinskirche. Kunst müsse gesehen werden, um zum Nachdenken und zu Gesprächen anzuregen. Deshalb freute sich Kampmann besonders, dass nun nach fünf Jahren ihr Werk „16 Himmel“ seinen Platz in der Kirche als Dauerleihgabe gefunden hat. „Es ist wie sein Bestimmungsort, als wäre das Bild extra für diese große Wand im Foyer gefertigt worden“, stellte Pfarrerin Tamara Schäfer fest. Beim Betreten der Kirche hat man die sechzehn gleichförmigen Tafeln in einer Gesamtgröße von 16 Quadratmetern sofort im Blick, sodass sie einen in ihren Bann ziehen können. Im Papiermüll auf der Straße habe sie vor Jahren ein Büchlein über die Stolpersteine in Hersfeld und somit über die Schicksale Hersfelder Juden entdeckt, erzählte Kampmann. Der Gedanke, dass diesen Menschen nie ein Grab oder persönliche Worte einer Trauerrede gewidmet wurden, habe sie dann emotional sehr aufgewühlt. So entstanden die Himmel in leuchtend violetter Farbe, auf denen Kampmann in goldener Farbe Texte schrieb. Es sind Worte von Mascha Kaléko, Helmut Gollwitzer, Rose Ausländer und auch von Kampmann selbst. „Liebe Berti“, so beginnt ihr „Liebesbrief“ an ein jüdisches Mädchen, dessen Foto neben der Tafel hängt. Die Worte auf dieser Tafel klingen wie Poesie. Einige Fotos der Juden und Bilder der Stolpersteine hatte Kampmann aus dem Büchlein ausgeschnitten und ihrem Werk zugefügt. Es sei keine historische Aufarbeitung, sondern ihre persönliche, betonte Kampmann ihre Vorgehensweise. Man entdeckt auf den Tafeln und Texten immer wieder etwas Neues, was zum Verweilen einlädt. Auf einer Tafel steht zum Beispiel in 21 Sprachen das Wort „Frieden“. Die sechzehn Tafeln zeugen nicht nur von Abschied, sie spenden auch Trost und Hoffnung. Ein von Kampmann mit Musik und Gesang selbst gestalteter Konzertgottesdienst bildete den Rahmen der Vernissage, zu der sich einige Gäste einfanden, um mit der Künstlerin ins Gespräch zu kommen.

St. Martin ritt voran

Viele bunte Laternen leuchteten, als die Kita-Kinder am 11. November aus der Martinskirche hinaus in den schon dunklen, frühen Abend gingen. Zuvor hatten sie den Gästen in der vollen Kirche ein bezauberndes Anspiel präsentiert, in dem sie mit Liedern, Pantomime und Instrumenten die Legende von St. Martin darstellten. Ein langer Laternenzug, dem Tanja Battenberg auf ihrer Stute Evita als St. Martin voranritt, füllte danach die Straßen rund um die Kirche. Im Hof der Kita gab es dann warme Getränke, leckere Brote und natürlich Martinsbrezeln. Es folgte ein schönes, gemütliches Beisammensein rund um die Feuerstelle.

Verfängliche Post: "Empfänger unbekannt"

In der Martinskirche trat ein Ensemble der Volksbühne Bad Emstal auf

Mit einer szenischen Lesung präsentierte ein Ensemble der Volksbühne Bad Emstal am 12. November in der Martinskirche sehr eindrucksvoll den Briefroman „Empfänger unbekannt.“ Laut der amerikanischen Autorin Kathrin Kressmann Taylor basierte ihr Werk auf einigen echten Briefen, insgesamt ist es jedoch fiktiv. Dennoch ist das zeitlose Thema damals und heute von ungeheurer Aktualität. Der Roman entstand in Amerika 1938, also in dem Jahr der Reichspogromnacht, mit dem ganzen Wissen über die Vergehen der Nationalsozialisten an den Juden. Die Handlung spielt in den Jahren 1932 bis 1934. Zwei Freunde und Geschäftspartner, der in Amerika lebende Jude Max Eisenstein und der nach Deutschland zurückgekehrte Martin Schulse, schreiben sich monatlich Briefe. Schulse bekommt bald in München einen Regierungsposten und wird zum Sprachrohr der Nazi-Parolen. Mitte 1933 bittet er Eisenstein, den Briefkontakt zu beenden. Er könne sich wegen seiner Karriere keinen Kontakt mehr zu einem Juden erlauben. Eisenstein bittet ihn dennoch, sich um seine Schwester Griselle zu kümmern, mit der der verheiratete Familienvater Schulse ein Verhältnis gehabt hatte. Griselle kommt trotz Warnungen nach Berlin zu einem Theaterengagement. Sie wird bedroht und flüchtet zu Schulse, der ihr jegliche Hilfe verweigert und mitansieht, wie man sie ermordet. Kalt und herzlos schreibt er darüber dem Bruder. Drei Monate dauert nun Eisensteins Rache. Es ist eine hinterlistige, subtile Rache nur mit Worten. Eisenstein schickt nun überaus freundliche Briefe an Schulse und berichtet von angeblichen gemeinsamen Geschäften, obwohl er von der Zensur in Deutschland weiß und ahnen muss, dass er Schulses Leben dadurch gefährdet. Am Ende kommt der letzte Brief von ihm nach Amerika zurück mit der Aufschrift „Empfänger unbekannt.“ Mit der Kraft starker Worte brachten Dirk Kraft als Martin Schulse und Lothar Neumann als Max Eisenstein die Dramatik zum Ausdruck. Das Gitarrenspiel von Fabian Hörl mit eigenen Kompositionen unterstützte den nachdenklich machenden Charakter der Aufführung. Im Mai 2019 sei die Idee zur Lesung entstanden, erzählten Regisseurin Antje Hörl und Uta Kraft, einen Monat später wurde Walter Lübcke Opfer rechtsextremer Gewalt. Dieser Vorfall habe die Vereinsmitglieder in ihrem Vorhaben bestätigt, das hochaktuelle Werk auf die Bühne zu bringen. Die Bilderschau mit verängstigten Juden in Konzentrationslagern hinterließ am Ende der Lesung zudem bei den Zuschauern ein beklemmendes Gefühl.  

Kreative Räume öffnen: Freitags, 17 Uhr, im Gemeinderaum

"Vor längerer Zeit gab es in der Martinsgemeinde einmal die sogenannte „Malschule". Diese Idee möchte ich aufgreifen und mit meinen eigenen kreativen Methoden füllen, wobei der Begriff „Schule" nicht ganz zutreffend ist, denn hier soll es keine Bewertungen geben. Einmal im Monat wird demnächst im Gemeindehaus der Martinskirche ein künstlerisches Angebot stattfinden, das unsere Freude am kreativen Schaffen wecken soll. Das zeigt auch, frei nach Joseph Beuys: Jede ist eine Künstlerin /jeder ist ein Künstler. Es soll kein großer ästhetischer Anspruch erhoben werden. Allein der Prozess des fantasievollen Schaffens in einem wertfreien Raum steht im Vordergrund. Willkommen sind Menschen ab 8 Jahren. Wir arbeiten in Gruppen mit ca. 7 Personen.

Zeitaufwand: Ca. 2 Stunden inclusive gemeinsamer Vor- und Nachbereitung. Bei Interesse bitte im Pfarramt melden unter 06621-2801 oder an pfarramt.badhersfeld-martinskirche@ekkw.de mailen. Bunte und inspirierte Grüße, ich freue mich auf die sprudelnde Kreativität." (Eure Sabine Kampmann)

Nächste Termine: 9.12.2022 und 13.1.2023

Im Gebet verbunden

Im Friedensgottesdienst (13. März 2022) brachte Pfr. Ingo Schäfer mit den Konfis verschiedene Stimmen aus der Ukraine zu Gehör. Bewegt und sichtlich berührt verband sich die Gemeinde im Gebet für den Frieden:

Gott, wir beten für alle,

denen das Lachen vergangen ist

und deren Vertrauen auf dich und die Menschen verloren ging;

für die Verzweifelten, deren Leben zerschlagen ist und die mit ihren Wunden leben müssen. Wir beten für alle, die rastlos, wütend und traurig zurückbleiben, die verstört sind angesichts sinnloser Gewalt, für die, denen die Opfer am Herzen liegen. Tritt denen entgegen, die unschuldiges Leben verletzen und Menschen zerstören. Stärke und tröste die, die unter Gewalt und Trauma leiden.

Gib uns den Mut, böse Taten zu verhindern. Zeige uns, wo wir gebraucht werden und aufmerksam hinschauen müssen. Wir danken dir für alle, die versuchen zu helfen und zu heilen. Lass uns alle Liebe und Fürsorge erfahren, damit wir lachen und glauben, hoffen und lieben können. Amen.

Selig sind, die Frieden stiften; denn sie werden Gottes Kinder heißen.

Kirche wird Kulturdenkmal (Mai 2019)

Im Brief vom Landesamt für Denkmalpflege Hessen an den Kirchenvorstand der Martinskirche heißt es: Im Sinne der systematischen Erfassung und Aktualisierung hat das Landesamt für Denkmalpflege die Nachkriegskirchen der Stadt Bad Hersfeld auf ihren Denkmalwert hin überprüft. Die vergleichende Untersuchung hat ergeben, dass die Evangelische Martinskirche die Kriterien eines Kulturdenkmals nach § 2 Abs. 1 des Hessischen Denkmalschutzgesetzes (HDSchG) erfüllt. Die Martinskirche wird daher mit sofortiger Wirkung in das Denkmalverzeichnis des Landes Hessen aufgenommen.

Aus: Blick in die Kirche, Ausgabe März 2016

Termine

19.11.2022, 13 bis 15 Uhr

Basar "Sonne, Mond und Sterne" des Fördervereins "Martinskids"

 

27.11.2022, 10 Uhr

"Eine Welt. Ein Klima. Eine Zukunft": Brot für die Welt-Gottesdienst und Kirchenkaffee

 

08.12.2022, 15 Uhr

Adventsfeier im Café St. Martin mit Musik von Udo Diegel


9.12.2022, 17 Uhr

Malkurs mit Sabine Kampmann im Gemeinderaum

 

11.12.2022, 17 Uhr

Musikalische Andacht mit dem Posaunenchor

 

15.12.2022, 19.30 Uhr

"Mit Maria und Josef unterwegs",

Pfarrwiese

 

24.12.2022,

15 Uhr: Krippenspiel

15 Uhr: "Gott wird Mensch"-

             Gottesdienst

 

13.01.2023, 17 Uhr

Malkurs mit Sabine Kampmann im Gemeinderaum

Der neue Martinskurier ist online

Viel Spaß beim Lesen!

In eigener Sache

Die 3G-Reglung im Gottesdienst wird ausgesetzt. In der Abendmahlspraxis bleiben wir dabei, die Oblate in den Kelch einzutauchen.

Kontakt

Pfarrer Ingo Schäfer und

Pfarrerin Tamara Schäfer

ingo.schaefer@ekkw.de

tamara.schaefer@ekkw.de

pfarramt.badhersfeld-martinskirche@ekkw.de

06621 2801

Ev. Kindertagesstätte:

Eveline Leiter-Bublitz

06621 71929

Küster Lars Litzenbauer:

06621 3288

Café St. Martin: Traute Hinz

06621 3737

Werner Herbert (stv. Vorsitzender des Kirchenvorstandes) in Fragen zu Angelegenheiten des KV: 

06621 74907

Hier finden Sie uns

Evangelische Martinskirche
Schlippental 39
36251 Bad Hersfeld

Wir freuen uns über Spenden auf folgende drei Konten:

 

Kirchenkreisamt Hersfeld-Rotenburg – Verwendungszweck „Martinskirche“ 

 

Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg

IBAN DE96 532 500 00 0001003109

BIC    HELADEF1HER

 

VR-Bank Bad Hersfeld-Rotenburg

IBAN DE17 532 900 00 0001005871

BIC     GENODEF1EK1

 

Evangelische Bank Kassel

IBAN DE02 520 604 10 0001900102

BIC    GENODEF1EK1                         

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