Führungen durch „Wind und Weite“
Petra Kries zeigt und erläutert ihre Bilder in der Martinskirche zu besonderen Terminen
Die Künstlerin Petra Kries, die in der Malschule von Sabine Kampmann seit Jahren mit großer Kreativität arbeitet, präsentiert derzeit ihre Ausstellung „Wind und Weite – (All)einsamkeit“ im Foyer der Martinskirche vor den Gemeinderäumen. Aufgrund der positiven Resonanz und zahlreicher Nachfragen bietet Petra Kries nun eine öffentliche Führung an. Am 8. Mai ab 15 Uhr erhalten Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, die Werke aus erster Hand erläutert zu bekommen und mit der Künstlerin persönlich ins Gespräch zu kommen. Anmeldung hierzu werden vom Ev. Pfarramt unter Tel. 06621-2801 oder per E-Mail an pfarramt.badhersfeld-martinskirche@ekkw.de sowie vom Kirchenbüro per E-Mail an Kirchenbuero.Hersfeld-Mitte@ekkw.de entgegengenommen.
Zeit für ein Wiedersehen: Die Martinskirchengemeinde sucht Jubelkonfirmanden
Die Evangelische Martinskirchengemeinde bittet ehemalige Konfirmanden und Konfirmandinnen, die 1976 und 2001 in ihrer Kirche konfirmiert wurden, sich bei Interesse für einen Festgottesdienst anlässlich ihrer Silbernen und Goldenen Jubelkonfirmation bei ihr zu melden. Um möglichst viele Jubilare persönlich erreichen zu können, benötigt die Kirchengemeinde Unterstützung. Pfarrerin Tamara Schäfer hofft bis zum 1. Juni auf zahlreiche Rückmeldungen, damit das Jubiläum in einem würdigen Rahmen gefeiert werden kann. Es sei eine gute Gelegenheit, vielleicht auch alte Bekanntschaften wieder aufleben zu lassen, so Schäfer. Wer mitfeiern oder bei der Adresssuche behilflich sein möchte, kann sich an das Pfarramt (06621 2801, pfarramt.badhersfeld-martinskirche@ekkw.de) oder an das Kirchenbüro wenden: 06621-7990184, Kirchenbuero.Hersfeld-Mitte@ekkw.de. Bei einer ausreichenden Zahl von Anmeldungen ist der Festgottesdienst am 6. September um 10 Uhr in der Martinskirche geplant.
Farben und Gefühle im Dialog: Petra Kries zeigt in neuer Ausstellung ihre Werke zum Thema „Wind und Weite – (All)einsamkeit“
Am Freitagabend (16.1.26) waren einige Gäste in das Foyer der Martinskirche gekommen, um mit Petra Kries ihre Ausstellung „Wind und Weite – (All)einsamkeit“ zu eröffnen. Ihre Werke, die durch eine Mischung aus Leichtigkeit, Tiefe und kreativer Experimentierfreude beeindrucken, hat die Künstlerin mit unterschiedlichen Aquarelltechniken, Acrylfarben und Ölkreide erarbeitet. So entstanden Bilder wie „Natur-Harmonie“, das farbintensive „Farbenspiel“ oder „Schiffbruch“, die nachdenklichen „Linien des Lebens“ und „Leben und Tod.“ Besonders ins Auge fielen die humorvollen Upcycling-Objekte: ein Leuchtturm aus Blechdosen und eine überdimensionale Kunstblume, gefertigt aus einem alten Sieb, Eierbechern aus den siebziger Jahren und Gießkannen. Diese Arbeiten zeigen nicht nur handwerkliche Kreativität, sondern auch Kries’ Freude daran, Dingen ein zweites Leben zu schenken. „Wegschmeißen kann jeder“, sagte sie lachend. Sie hat in ihren Werken ihre Traurigkeit und ihre Freude verarbeitet, so dass vor allem eins sichtbar wird: Ihr hilft das Malen, auch schwere Schicksalsschläge zu verarbeiten. "Allein" heißt ein berührendes Bild, auf dem eine Frau am Meer sitzt. Ihr Schatten wird von einem zweiten Schatten begleitet. Es ist ein Bild, das Erinnerung und Trost vereint. Originell ist ein Häkelbild mit sogar selbst gehäkeltem Rahmen. Auf dem textilen Untergrund entfaltet sich mit Acrylfarben ein schönes Naturmotiv. Pfarrerin Tamara Schäfer eröffnete die Vernissage und fasste die Intention der Ausstellung zusammen: Sie stelle die Natur in ihrer Vielfalt und Schönheit dar, aber auch ihre Wandelbarkeit – so wie auch wir Menschen geprägt seien von Glück und Last und mit Veränderungen umgehen müssten. Petra Kries sei es wichtig, immer wieder etwas Neues entstehen zu lassen: "Die Bilder erzählen von der Hoffnung auf das Neue.“ Beim Rundgang spürten die Gäste genau das: den Wind in den Haaren, die Weite des Meeres, die Kraft der fröhlichen Farben. Die Jahreslosung der Evangelischen Kirche „Siehe, ich mach’ alles neu“ schien in vielen Bildern spürbar mitzuschwingen. Gemeinsam stimmten die Besucherinnen und Besucher das Lied „Herr, deine Liebe“ (EG 610) an, in dem es heißt, sie sei „wie Gras und Ufer, wie Wind und Weite und wie ein Zuhaus“. Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten der Kirche, zu den Gottesdiensten und Veranstaltungen, geöffnet. (het)